Ich habe also eine wunderbare Ausrede für das Nichtaktuallisieren meines Blogs: Akute Wetterabhängige Lustlosigkeit :D
Aber nun werde ich mich doch einmal aufraffen und die Höhepunkte der vergangenen zwei Wochen zu Papier (oder auf den Bildschirm... wie auch immer man das sagt) zu bringen.
Der letzte Blogeintrag endete damit, dass ich Karten für das Basketballspiel gekauft hatte. Das Spiel haben wir dann Mittwoch angesehen. Ich muss sagen... vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Erstmal war die Halle gerade mal mit vielleicht 1000 Besuchern besetzt. Mag viel klingen, aber in einer Halle, in der 7000 Menschen Platz finden, ist das schon recht wenig. Dementsprechend war die Stimmung auch etwas gedrückt, auch wenn ein Fanclub entusiatisch versucht hat, ein bisschen Schwung in die Bude zu bringen. Klappte leider nicht so recht. Sehr schade. Am Ende haben die Rigenser auch noch verloren. Naja. Wir sind dann anschließend mit dem Taxi in die Stadt gefahren. Es war so kalt, stürmisch und nass, dass wir uns den Weg zum Bus sparen wollten. und zu sechst ein Taxi teilen ist ja auch okay. Haben uns dann im Irish Pub Fußball angesehen (Deutschland vs Finnland und danach Schweiz vs Israel ???). Es wurde trotzdem noch ein sehr schöner Abend.
Der nächste Höhepunkt folgte dann am Freitag. Mit Naomi und Franzi ging ich zu einem Konzert. Der Klangvolle Name: DJ Monsta. Gotham. LNO. Sicher fragt sich der eine oder andere, was sich hinter diesem Namen wohl verbergen mag. Ganz einfach. Ein Orchester, ein Saxophonspieler und ein DJ machen zusammen Musik. Ich war wirklich begeistert. Hat richtig Spaß gemacht da zuzuhören. Danach haben wir uns noch auf den Weg ins Irish Pub gemacht um da den Abend ausklingen zu lassen. Dort wurde es dann noch sehr lustig. Freitag und Samstag ist dort nämlich Karaoke angesagt. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan davon... aber es war schon witzig. Im Pub haben wir dann noch zwei Holländer kennengelernt, denen ich dann am nächsten Tag die Stadt gezeigt habe. Ich sage euch, das war ein Spaß. Zuerst einmal, war dass der erste Tag an dem es richtig schneite (17.10!!! ;-)) Also nahezu perfektes Wetter für einen Stadtrundgang... Es wurde aber trotzdem sehr witzig. Ich konnte endlich mal mit meinem gesammelten Wissen über Riga angeben (soviel war es zwar nicht, aber dafür hat es gereicht). Nachdem wir genug vom Laufen hatten gingen wir bowling spielen. Ja, richtig gelesen. Bowling spielen. Ich habe keine Ahnung, was Hollände dazu bringt, nach Riga zu kommen und dann bowlen zu wollen, aber was solls?! Es ein großer Spaß. Zumal ich zweimal gewonnen und einmal den Sieg geteilt habe. Man zolle mir Respekt ;-) Abends ging es dann, Überraschung, Überraschung, nocheinmal ins Irish Pub.
Sonntag habe ich dann zu Gunsten des latvian Evenings auf das Eishockeyspiel verzichtet. Hmmmm.... hätte ich das mal gelassen. Sooo toll war der lettische Abend auch nicht. Das meiste, was sie uns über Lettland erzählten wusste ich schon und da ich auch kein großer Tänzer bin fand ich das gemeinschaftliche Volkstänze tanzen auch nicht soooooo super. Dafür ging es danach noch mit den Tschechischen Mädels in eine gemütliche Bar, in der der Barkeeper noch selbst kommt und eine Runde Moccalikör ausgibt und wenn er eine rauchen geht sagt: "Die Theke ist mal kurz geschlossen." Sehr gemütlich, sehr freundlich. Toll.
Tja und die vergangene Woche? Da war es eigentlich nicht so spannend bei mir. Die abenteuerlichsten Aktionen waren: Eishockeykarten kaufen für 15 Leute und Naomi bis morgens um vier beim packen zu beobachten.
Jaa. Ich war wieder einmal beim Eishockey. Und da ich jetzt schon sooooo oft davon gesprochen habe, denke ich, es ist Zeit, euch mal ein paar Impressionen zu liefern.
Okay, eigentlich gehören die Bilder in eine andere Reihenfolge, praktisch von unten nach oben, aber ich will mich jetzt nicht mit dem PC rumärgern.
Ja. Ich war also letzte Woche zweimal beim Eishockey. Am Dienstag mit Marcel, den Spanieren und den Liechtensteinern und am Donnerstag mit Liga, die ich auf dem Trip nach Sigulda kennengelernt habe. Liga hat mir eine Menge über das lettische Eishockey erzählt. Die lettische Mannschaft ist bekannt dafür, in Überzahl keine Tore zu machen. Warum auch immer. Vermutlich will man den Gegnern eine Chance lassen.... Außerdem ist Dinamo Riga sowas wie Hoffenheim im deutschen Fußball. Hier gibt es auch einen Millionär, der eine Menge Geld in den Verein gesteckt hat. Übrigens habe ich beim Donnerstagsspiel etwas gewonnen: Freikarten, ein Dinamobasecap mit Autogramm von irgendeinem Spieler und das Jahrbuch der vergangenen Saison. Ist das nicht toll? Die Freikarten nutze ich am Freitag mit Nadine und Julia und wir machen uns einen Weiberabend. Das wird ein Spaß.
Das Wochenende habe ich dann hauptsächlich in Ruhe zuhause verbracht. Naomi ist mit dem Chor nach Holland gefahren und ich habe diese Zeit mal ausgiebig genutzt um mich im Zimmer auszubreiten, lange zu schlafen und laut Musik zu hören. Am Anfang, dachte ich, ganz schön komisch, so ohne Naomi. aber jetzt habe ich mich sehr daran gewöhnt. Es war schön, mal wieder Zeit nur für mich zu haben. Und auch wenn ich am Wochenende nichts besonderes gemacht habe, war es doch eines der Besten. Einfach, weil ich mal meine Ruhe hatte und mich nur um mich kümmern konnte.
Ja und siehe da, schon ist wieder Montag. Dreimal dürft ihr raten, was ich gestern gemacht habe. Ich war beim Eishockey, welche Überraschung. Aber ich muss es nutzen, im November sind keine Spiele in Lettland und dann bekomme ich sicherlich Entzug. Das wird eine harte Zeit.
Zum Abschluss möchte ich mal wieder ein paar Auffälligkeiten aus dem lettischen Leben berichten. Wenn ich morgens zum Bus gehe (und auch wenn ich nachmittags wieder komme) sitzt an der Bushaltestelle eine Horde Tauben. Mitten drin: eine Möwe. Und fünf Meter weiter: eine Katze. Gelegentlich springt die Katze, aber bisher hat sie noch nie einen der Vögel erwischt.
Es gibt eine Kreuzung, da schalten alle Fußgängerampeln gleichzeitig auf grün. Man kann also einmal quer rüber gehen.
Was ich sonst noch sagen wollte habe ich natürlich vergessen. Mist. Dabei hatte ich das im Kopf schon ausformuliert. Naja. Wird mir morgen wieder einfallen.
Aus dem grauen Riga grüßt: die Jana
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen