Dienstag, 27. Oktober 2009

Kurzer Nachtrag :)

Mir sind wieder ein paar Sachen eingefallen, die mir noch aufgefallen sind. Darum hier ganz kurz ein Nachtrag, ehe ich sie wieder vergesse.
Also: meine Nachbarinnen im Wohnheim hören Alexander Klaws. Warum auch immer. Sehr laut. Ich werd eine Gegenoffensive in Sachen gute Musik starten.
Zweitens: In der Stadt ist mir ein Laden aufgefallen. Der heißt übersetzt: "Weihnachten das ganze Jahr". Na wenn das nicht wunderbar ist...

Sport(schau), Holländer und Zeit für mich

Riga ist grau. Seit einer Woche habe ich die Sonne nicht gesehen (okay, heute war sie für zehn Minuten zu erahnen, bevor sie sich endgültig zur Nachruhe begeben hat). Eine graue Dunstwolke liegt über der Stadt, bringt Regen, Nebel. Es sieht nicht so aus, als wollte sie die Stadt in nächster Zeit aus ihren Klauen lassen. Kurzum. Es ist ist zur Zeit nicht gerade gemütlich hier in Riga. Vielleicht kommt daher auch mein andauernder Motivationsmangel, das Bedürfnis einfach im Bett zu bleiben und nichts zu tun. Einfach die graue Matschwelt vor den Fenstern zu ignorieren. Dabei ist es soooo schlimm nun auch wieder nicht. Man könnte fast sagen, dass ich mich beinahe (aber auch nur beinahe) an dieses Wetter gewöhnt habe. Was bei diesen Witterungsverhältnissen allerdings ein großes Ärgernis darstellt sind die Pfützen, die überall sind. Nicht nur, dass man hineintritt, nein. Das Problem ist, dass die Autofahrer auf den Straßen gerne mal durch die Pfützen brettern und die Fußgänger nass spritzen. Da heißt es: immr schön soweit wie möglich weg von der Straße laufe. Am Besten, direkt neben der Hauswand. Zum Glück wurde ich noch nicht von einer Ladung Pfützenwasser getroffen, aber ich habe es gesehen. Und ich kann darauf verzichten.
Ich habe also eine wunderbare Ausrede für das Nichtaktuallisieren meines Blogs: Akute Wetterabhängige Lustlosigkeit :D
Aber nun werde ich mich doch einmal aufraffen und die Höhepunkte der vergangenen zwei Wochen zu Papier (oder auf den Bildschirm... wie auch immer man das sagt) zu bringen.
Der letzte Blogeintrag endete damit, dass ich Karten für das Basketballspiel gekauft hatte. Das Spiel haben wir dann Mittwoch angesehen. Ich muss sagen... vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Erstmal war die Halle gerade mal mit vielleicht 1000 Besuchern besetzt. Mag viel klingen, aber in einer Halle, in der 7000 Menschen Platz finden, ist das schon recht wenig. Dementsprechend war die Stimmung auch etwas gedrückt, auch wenn ein Fanclub entusiatisch versucht hat, ein bisschen Schwung in die Bude zu bringen. Klappte leider nicht so recht. Sehr schade. Am Ende haben die Rigenser auch noch verloren. Naja. Wir sind dann anschließend mit dem Taxi in die Stadt gefahren. Es war so kalt, stürmisch und nass, dass wir uns den Weg zum Bus sparen wollten. und zu sechst ein Taxi teilen ist ja auch okay. Haben uns dann im Irish Pub Fußball angesehen (Deutschland vs Finnland und danach Schweiz vs Israel ???). Es wurde trotzdem noch ein sehr schöner Abend.
Der nächste Höhepunkt folgte dann am Freitag. Mit Naomi und Franzi ging ich zu einem Konzert. Der Klangvolle Name: DJ Monsta. Gotham. LNO. Sicher fragt sich der eine oder andere, was sich hinter diesem Namen wohl verbergen mag. Ganz einfach. Ein Orchester, ein Saxophonspieler und ein DJ machen zusammen Musik. Ich war wirklich begeistert. Hat richtig Spaß gemacht da zuzuhören. Danach haben wir uns noch auf den Weg ins Irish Pub gemacht um da den Abend ausklingen zu lassen. Dort wurde es dann noch sehr lustig. Freitag und Samstag ist dort nämlich Karaoke angesagt. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan davon... aber es war schon witzig. Im Pub haben wir dann noch zwei Holländer kennengelernt, denen ich dann am nächsten Tag die Stadt gezeigt habe. Ich sage euch, das war ein Spaß. Zuerst einmal, war dass der erste Tag an dem es richtig schneite (17.10!!! ;-)) Also nahezu perfektes Wetter für einen Stadtrundgang... Es wurde aber trotzdem sehr witzig. Ich konnte endlich mal mit meinem gesammelten Wissen über Riga angeben (soviel war es zwar nicht, aber dafür hat es gereicht). Nachdem wir genug vom Laufen hatten gingen wir bowling spielen. Ja, richtig gelesen. Bowling spielen. Ich habe keine Ahnung, was Hollände dazu bringt, nach Riga zu kommen und dann bowlen zu wollen, aber was solls?! Es ein großer Spaß. Zumal ich zweimal gewonnen und einmal den Sieg geteilt habe. Man zolle mir Respekt ;-) Abends ging es dann, Überraschung, Überraschung, nocheinmal ins Irish Pub.
Sonntag habe ich dann zu Gunsten des latvian Evenings auf das Eishockeyspiel verzichtet. Hmmmm.... hätte ich das mal gelassen. Sooo toll war der lettische Abend auch nicht. Das meiste, was sie uns über Lettland erzählten wusste ich schon und da ich auch kein großer Tänzer bin fand ich das gemeinschaftliche Volkstänze tanzen auch nicht soooooo super. Dafür ging es danach noch mit den Tschechischen Mädels in eine gemütliche Bar, in der der Barkeeper noch selbst kommt und eine Runde Moccalikör ausgibt und wenn er eine rauchen geht sagt: "Die Theke ist mal kurz geschlossen." Sehr gemütlich, sehr freundlich. Toll.
Tja und die vergangene Woche? Da war es eigentlich nicht so spannend bei mir. Die abenteuerlichsten Aktionen waren: Eishockeykarten kaufen für 15 Leute und Naomi bis morgens um vier beim packen zu beobachten.
Jaa. Ich war wieder einmal beim Eishockey. Und da ich jetzt schon sooooo oft davon gesprochen habe, denke ich, es ist Zeit, euch mal ein paar Impressionen zu liefern.



Okay, eigentlich gehören die Bilder in eine andere Reihenfolge, praktisch von unten nach oben, aber ich will mich jetzt nicht mit dem PC rumärgern.
Ja. Ich war also letzte Woche zweimal beim Eishockey. Am Dienstag mit Marcel, den Spanieren und den Liechtensteinern und am Donnerstag mit Liga, die ich auf dem Trip nach Sigulda kennengelernt habe. Liga hat mir eine Menge über das lettische Eishockey erzählt. Die lettische Mannschaft ist bekannt dafür, in Überzahl keine Tore zu machen. Warum auch immer. Vermutlich will man den Gegnern eine Chance lassen.... Außerdem ist Dinamo Riga sowas wie Hoffenheim im deutschen Fußball. Hier gibt es auch einen Millionär, der eine Menge Geld in den Verein gesteckt hat. Übrigens habe ich beim Donnerstagsspiel etwas gewonnen: Freikarten, ein Dinamobasecap mit Autogramm von irgendeinem Spieler und das Jahrbuch der vergangenen Saison. Ist das nicht toll? Die Freikarten nutze ich am Freitag mit Nadine und Julia und wir machen uns einen Weiberabend. Das wird ein Spaß.
Das Wochenende habe ich dann hauptsächlich in Ruhe zuhause verbracht. Naomi ist mit dem Chor nach Holland gefahren und ich habe diese Zeit mal ausgiebig genutzt um mich im Zimmer auszubreiten, lange zu schlafen und laut Musik zu hören. Am Anfang, dachte ich, ganz schön komisch, so ohne Naomi. aber jetzt habe ich mich sehr daran gewöhnt. Es war schön, mal wieder Zeit nur für mich zu haben. Und auch wenn ich am Wochenende nichts besonderes gemacht habe, war es doch eines der Besten. Einfach, weil ich mal meine Ruhe hatte und mich nur um mich kümmern konnte.
Ja und siehe da, schon ist wieder Montag. Dreimal dürft ihr raten, was ich gestern gemacht habe. Ich war beim Eishockey, welche Überraschung. Aber ich muss es nutzen, im November sind keine Spiele in Lettland und dann bekomme ich sicherlich Entzug. Das wird eine harte Zeit.

Zum Abschluss möchte ich mal wieder ein paar Auffälligkeiten aus dem lettischen Leben berichten. Wenn ich morgens zum Bus gehe (und auch wenn ich nachmittags wieder komme) sitzt an der Bushaltestelle eine Horde Tauben. Mitten drin: eine Möwe. Und fünf Meter weiter: eine Katze. Gelegentlich springt die Katze, aber bisher hat sie noch nie einen der Vögel erwischt.
Es gibt eine Kreuzung, da schalten alle Fußgängerampeln gleichzeitig auf grün. Man kann also einmal quer rüber gehen.
Was ich sonst noch sagen wollte habe ich natürlich vergessen. Mist. Dabei hatte ich das im Kopf schon ausformuliert. Naja. Wird mir morgen wieder einfallen.
Aus dem grauen Riga grüßt: die Jana

Montag, 12. Oktober 2009

Von Eishockeyspielen, hysterischen Mitbewohnern und Wochenendausflügen. Mit dabei auch wieder, die kleinen Abenteuer des Alltags.

Gerade sitze ich gemütlich in meinem Bett, eine Tasse Tee neben mir und draußen vor dem Fenster ist es stockfinster und ich frage mich: Wo fange ich am Besten an um von den letzten zwei Wochen einigermaßen kompakt zu berichten? Vermutlich wird dieser Blogeintrag ziemlich lang, weil ich es geschafft habe, ihn so lange vor mir her zu schieben. Man möge mir verzeihen.
Ich beginne mal dort, wo der letzte EIntrag geendet hat, damit, dass ich mir Karten für das Eishockeyspiel gekauft habe. Ich sage gleich mal: Ich bin mittlerweile ein riesiger Eishockeyfan. Natürlich Dinamo Riga. Was auch sonst. Am Mittwoch war ich mit Naomi, Lutz, Armin und Michael (Kanada) also beim Spiel gegen St. Petersburg. Ich kann nur sagen: Es war toll. Am Besten war Michael, der als Kanadier natürlich ein begeisterter Eishockeyfan und ein sehr emotionaler Spielbeobachter ist, um es mal so auszudrücken. Fantastisch is auch immer wieder die "Kiss-Cam". Irgendwann hat sie auch Naomi, Michael und mich eingefangen. Nun ja, gönnen wir den Leuten ihren Spaß. Das Spiel an sich war nicht soooo gut, Riga hatte auch großes Pech, dass der gegenerische Torwart so gut war. Es ging zu guter letzt 2:0 für die St. Petersburger aus. Schade, aber was will man machen. Nach dem Spiel sind wir noch in die Stadt gegangen, Alberts Pub, Fußball gucken. Naomi hat sich dann aber schon relativ zeitig auf den Heimweg gemacht. Für mich ging es weiter in die FrenchBar (jaja...) was dann mal wieder den Absturz des Abends bedeutete. Ich bin in dieser Nacht nicht mehr nach hause gekommen, sondern habe bei Freunden in der Stadt geschlafen. Leider habe ich damit hysterische Anfälle bei Naomi ausgelöst. Man muss sich das mal vorstellen, sie wacht morgens um 4 auf und keine Jana da. Prompt startet der Telefonterror, den ich um die Uhrzeit allerdings gekonnt ignoriert habe. Als ich später (ich schäme mich) auch nicht in der Uni auftauchte, ging der Telefonterror weiter. Dabei habe ich ihr geschrieben, dass alles okay mit mir ist und sie sich keine Sorgen machen braucht. Ich habe erst später erfahren, dass Amerikaner paranoid und hysterisch sind: Naomi dachte doch wirklich, ich wäre entführt worden oder sonst was und man hätte mich gezwungen, die SMS zu schreiben, damit sie nicht die Polizei ruft. Oh Mann, das war dann wohl ein bisschen viel Hollywood. Freitag hat man mir dann in der Uni auch erzählt, dass sie alle, aber wirklich alle, verrückt gemacht hat. Sie war auch wirklich sauer. Als wäre ich 12 und könnte nicht auf mich alleine aufpassen. Aber ich habe daraus gelernt. Und mittlerweile haben wir uns natürlich auch wieder lieb.
Ja, also Donnerstag war ich wie zu erwarten war zu nichts zu gebrauchen und habe mich abends nur noch mit den Vorwürfen von Naomi rumgeschlagen. Um sie zu besänftigen war ich dann Freitag mit ihr shoppen. Das hilft immer. Ein riesengroßes Shoppingcenter am anderen Ende der Stadt hatte dann auch gefühlte 100 Schuhläden und 200Klamottenläden zu bieten. Ich geh ja wirklich gerne einkaufen, aber das war sogar mir zuviel.
Den Samstag darauf habe ich dann auch mal einen Tagestrip mit der ESN-Crew hier gemacht. Also den Entertainern der Erasmusstudenten. Ich bin ja eher nicht so der Fan von denen, aber man muss ja auch alles mal ausprobieren. Außerdem, es war ja nur ein Tagesausflug. Mit dem Zug ging es nach Sigulda. Vielleicht kennt ihr das. Das ist DER Wintersportort schlechthin hier in Lettland. Es gibt eine Bobbahn und auch einen Skihang. Aber auch sonst ist die Stadt wirklich wunderschön und die Gegend dort, der Gauja Nationalpark ist besonders im Herbst sehr schön. Ich empfehle eine Fahrt mit der Drahtseilbahn über die Gauja, der Ausblick ist beeindruckend und das Anstehen auf jeden Fall wert. Wir haben dann noch eine zweistündige Wanderung nach Turaida unternommen, vorbei an der Gutmannala, der größten Höhle im Baltikum (so groß ist sie allerdings nicht) umd dann die Burg von Turaida zu besichtigen, von der aus man nocheinmal atemberaubende Ausblicke über den Nationalpark hat. Außerdem habe ich eine sehr nette Lettin kennengelernt, die mir interessante Sachen über Lettland und das Leben hier erzählt hat. Außerdem teilt sie meine neuerwachte Liebe zum Eishockey ;-) Abends ging es dann mit dem Zug zurück nach Riga. Habe ich schon erwähnt, dass auf der Strecke Sigulda-Riga schon ein bisschen Schnee lag? und als wir abends nach Riga zurück kamen hat es geschneeregnet. Nicht sehr doll, aber es war erstmal genug!
Abends habe ich mich noch spontan mit Liisi und Sarah ind ie Stadt aufgemacht. Das hatte natürlich erstmal noch einen Anschiss von der Kommandante, weil wir doch tatsächlich nach um 11 noch das Haus verlassen wollten und eigentlich ist hier ab 11 geschlossen. Böse, böse.
Am Sonntag hat es mich dann nocheinmal zum Eishockey getrieben. Diesmal mit ein paar Leuten aus Liechtenstein und es war wieder genial. Diesmal hat Riga sogar 4:2 gewonnen, was zu wahrer Euphorie im Publikum führte. Zumal es zunächst nicht danach aussah. Das erste Drittel rumgebummelt, im zweiten zwei Tore vom Gegner in den ersten zwei Minuten eingefangen und dann -endlich- ging es im letzten Drittel gleich mit drei Toren in zwei Minuten für Riga los. Das vierte folgte dann sehr bald und brachte den Sieg. Begeisterung pur. Das Publikum sang die Vereinshymne http://www.youtube.com/watch?v=MDWjJ51IzxQ und war auch später im Bus kaum noch zu halten. Ich liebe Eishockey. Am Sonntag ist das nächste Spiel und ich bin definitv dabei ;-) Mir ist beim Eishockey aufgefallen, dass Dinamo Riga die einzige Sache ist, bei der sich lettische Letten und lettische Russen einig sind.
An dieser Stelle ist dann die erste Woche abgeschlossen :D
Die vergangene Woche verlief eher ruhig. ich war viel zuhause und hab mal ein paar entspannte, wenig alkoholträchtige Dinge gemacht. Sowas wie lesen und so. Außerdem habe ich ein Teeei erstanden und kann jetzt ganz wunderbar meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Teetrinken nachgehen. Vergangenen Montag war ich mit Marcel im Kino, Final Destination 4 3D. Solltet ihr vorhaben den Film anzusehen, dann sage ich euch: Tut es nicht! Der Film ist einfach nur schlecht. Der gehört definitiv zu den schlechtesten Filmen, die ich je gesehen habe. Und da waren einige dabei! Das beste war wohl, dass er in 3D war, aber auch das wurde mit der Zeit langweilig und konnte den hohlen Rest nicht ausgleichen. Also: Nicht angucken!
Ein weiterer Höhepunkt der letzten Woche war einmal der Frauenabend mit Naomi, wir haben uns mit Rum, Vodka und Cola amüsiert und mal über Mädchensachen geredet. Außerdem der Feueralarm um Mitternacht am vergangenen Donnerstag. Alle standen auf dem Gang und fragten sich: ist das jetzt ernst gemeint oder nicht? Ich glaube, sollte es hier jemals brennen, würden wir es noch nicht mal merken und uns angucken und überlegen, ob wir jetzt das Haus verlassen sollen oder nicht. Es hat sich wirklich niemand gerührt. Sehr witzig. Zum Glück war das Ganze natürlich nicht ernst. Im Erdgeschoss hat einer sein Fleisch ein bisschen zu scharf angebraten und die Kommandante hat den Feueralarm nicht schnell genug ausgeschaltet. Jaja... hier erlebt man was.
Freitag wurde es dann mal sehr seriös und sehr kulturell. Am Abend besuchten Naomi, Franzi, Ingolf und ich ein Orchesterkonzert. Also, ich bin ja nicht so der Orchesterfan, aber ab und an muss man ja auch mal was für sein kulturelles Leben tun.
Es war dann auch ganz nett, hat mich persönlich aber nicht vom Hocker gerissen.
Lustigerweise haben wir auf dem Konzert unseren Professor für Baltic Music getroffen und der ist dann noch mit uns auf das "Deutsche Weinfest" gegangen. In der Stadt waren Pavillone aufgebaut und es wurde deutscher Wein ausgeschenkt, der mich auch nicht so vom Hocker gerissen hat. Außerdem war es seeeehr kalt.
Nach dem Weinfest habe ich mich mit Naomi auf den Weg zu einer Einweihungsfeier gemacht. Naomi war von dem Wein schon ziemlich erheitert und wir haben für einen 10Minutenweg ungefährt eine halbe Stunde gebraucht. Ja... ich hoffe, wenn ich getrunken habe, bin ich weniger anstrengend.
Natürlich habe ich mir hier in Lettland das Fußballspiel am Samstag nicht entgehen lassen. Ich habe es mir mit einem haufen anderen Deutschen und einem noch größeren Haufen Russen im Alberts Pub angeschaut, dass ich noch nie so voll erlebt habe. Wir mussten sogar stehen. Aber dafür war die Stimmung top. Nach dem Spiel habe ich mich noch mit ein paar Leuten aufgemacht, einen Edelitaliener zu besuchen. Sehr lecker, aber nichts für den kleinen Geldbeutel. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Danach wollten wir eigentlich noch das Spiel Lettland vs. Griechenland im Alberts anschauen, aber da es dort immer noch brechend voll war haben wir uns dagegen entschieden. Wollten erst zu ihnen nach hause, dann haben wir Mädels beschlossen, dass wir die Männer, mal Männer sein lassen und noch alleine losziehen. Wir sind in ein Irish Pub gegangen, dort gab es Ladys Drinks ;-) und ebenfalls Fußball. Ein angeheiterter Schwede hat sich zu uns gesetzt und es wurde noch sehr lustig, vorallem, als er Nadine sein gerade erstandenes Latvija-Tshirt schenkte.
Ich bin dann später nach Hause, habe ein Taxi für 3Lat bekommen, was mich sehr stolz macht :D Am Wohnheim musste ich dann allerdings 15 Minuten vor der Tür stehen, weil die Kommandante nicht da war und nachts ist ja abgeschlossen. Das war dann schon reichlich blöd.
Jap und gestern gab es mal wieder einen Ausflug. Diesmal nach Cēsis. Die Stadt ist unglaublich schön und gemütlich. Und hat einen super Burgruinenkomplex. Das Beste dort: man kann in den Burgruinen umherlaufen, aber es gibt kein Licht und man bekommt eine Laterne. Das vermittelt ein wirklich mittelalterliches Feeling. Hat richtig Spaß gemacht. Leider war es unheimlich kalt. Langsam kommt der Winter. Franzi hat schon gelesen, dass in Ostlettland Schnee liegt. Es kann nicht mehr lange dauern, bis der hier bei uns gelandet ist. Da merkt man erstmal, dass ich doch etwas nördlicher bin.
Jetzt habe ich soviel geschrieben und wahrscheinlich trotzdem die Hälfte vergessen, ich bemühe mich um Nachträge, wenn mir was einfällt.
Heute habe ich noch Karten für ein Basketballspiel am Mittwoch gekauft. Ich bin gespannt, wie das wird. Sicherlich nicht halb so stimmungsvoll wie Eishockey, aber Basketball ist ja auch nicht Nationalsport. Ich freu mich jedenfalls schon riesig.
Ich wünsche jetzt erstmal noch einen schönen Abend!